Werbetexte schreiben? Das kann doch jeder. Ein paar schöne Adjektive, ein bisschen Verkaufspsychologie, möglichst viele Keywords und fertig ist der Text, der deine Interessenten begeistern soll.
Und wenn dir die passenden Worte fehlen? Dann regelt das ChatGPT, Gemini oder ein anderes KI-System für dich.
Klingt easy. Und ist es zugegeben auch. Zumindest, wenn du beim Schreiben deiner Werbetexte möglichst wenig Zeit und kein Geld investieren möchtest.
Leider gibt es aber auch ein paar Problemchen:
Deine potenziellen Kunden haben hohe Ansprüche. Sie wollen verstehen, was du anbietest, welchen Vorteil sie davon haben und warum ausgerechnet du die richtige Wahl bist. Nebenbei sollen deine Texte Vertrauen schaffen, Emotionen wecken und Lust auf dein Angebot machen. Das Ganze bitte in kreative Worte gepackt, die sich nicht nach KI-generiertem Einheitsbrei lesen.
Und als wäre das noch zu wenig, hat sich auch die digitale Suche verändert. Neben Google entscheiden inzwischen auch KI-gestützte Such- und Antwortsysteme darüber, welche Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen Menschen bei ihrer Recherche finden.
Jap. Schlechte Werbetexte können dich inzwischen gleich doppelt Kunden kosten: weil sie Menschen langweilen und weil sie deine Chancen auf digitale Sichtbarkeit verschenken.
Welche acht Dummheiten du dir beim Schreiben deiner Werbetexte unbedingt sparen solltest und wie du es besser machst, verrate ich dir in diesem Blogartikel.
1. Du schreibst über dein Produkt. Deine Kunden wollen aber ihren Vorteil wissen.
Du bist wahnsinnig stolz auf dein Produkt. Voll verständlich. Schließlich hast du jede Menge Zeit, Geld, Herzblut und Nerven investiert.
Und deshalb möchtest du natürlich auch jedes noch so kleine Detail präsentieren. Die außergewöhnlichen Eigenschaften, die technischen Besonderheiten und all die Funktionen, die dein Produkt zu etwas ganz Besonderem machen. Also wird fleißig aufgezählt.
Aber während du noch von Produktmerkmalen schwärmst, fragt sich dein potenzieller Kunde, was er eigentlich davon hat. Denn Menschen kaufen Produkte und Dienstleistungen aus einem bestimmten Grund. Sie möchten ein Problem lösen, sich einen Wunsch erfüllen, Zeit sparen oder ihren Alltag erleichtern.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Welchen konkreten Vorteil hat dein Kunde durch dein Angebot?
Oder kurz: Nutzenargumentation.
Ein Beispiel:
Du verkaufst einen Staubsaugerroboter mit einer Akkulaufzeit von 180 Minuten. Das ist zunächst einmal eine Produkteigenschaft.
Für deine Kunden wird diese Information aber erst interessant, wenn du den praktischen Vorteil erklärst:
„Bis zu 180 Minuten Akkulaufzeit: Dein Saugroboter reinigt auch größere Wohnflächen, während du deine Zeit für die schönen Dinge des Lebens nutzt.“
Schon wird aus einer technischen Angabe ein nachvollziehbarer Kundennutzen.
Natürlich dürfen Zahlen, Daten und Fakten ihren Platz behalten. Sie liefern immerhin wichtige Informationen und können Kaufentscheidungen erleichtern. Entscheidend ist, dass deine Kunden verstehen, warum diese Angaben für sie relevant sind.
Mein Tipp: Ergänze gedanklich hinter jeder Produktbeschreibung die Frage: „Und was habe ich davon?“ Kannst du darauf eine überzeugende Antwort geben, bist du auf dem richtigen Weg.
2. Du übertreibst so lange, bis dir keiner mehr glaubt.
Das revolutionärste Produkt. Die ultimative Lösung. Ein einzigartiges Erlebnis. Garantiert sensationelle Ergebnisse.
Bei so viel sprachlicher Begeisterung könnte man glatt meinen, das Rad wäre gerade neu erfunden worden.
„Unser bester Rasierer aller Zeiten“: Suggeriert diese Aussage nun, dass das ein weltklasse Produkt ist? Oder dass alle zuvor Schrott waren?
Emotionen gehören zum Werbetexten. Selbstverständlich. Und auch sogenannte Power-Wörter haben durchaus ihre Berechtigung. Sie können Neugier wecken, Aufmerksamkeit erzeugen und Menschen zum Handeln motivieren.
Es wird allerdings problematisch, wenn ein Superlativ den nächsten jagt. Je häufiger du dein Angebot als außergewöhnlich, revolutionär oder absolut einzigartig beschreibst, desto weniger überzeugend werden diese Behauptungen.
Spätestens beim zehnten „einzigartig“ fragt sich dein Leser, was an deinem Angebot eigentlich so besonders sein soll.
Wenn Superlative zum Dauerfeuer werden.
So setzt du Power-Wörter mit Fingerspitzengefühl ein.
Ja, ein gezielt eingesetztes Power-Wort kann Neugier wecken und Aufmerksamkeit erzeugen. Wenn allerdings jeder zweite Satz vor Superlativen strotzt, verliert selbst das stärkste Wort irgendwann seinen Reiz.
Also schau beim Schreiben unbedingt genau hin:
- Welche Wörter unterstreichen deine Botschaft?
- Welche erzeugen unnötiges sprachliches Getöse?
Mein Tipp: Markiere sämtliche Superlative und Power-Wörter in deinem Text. Prüfe anschließend, welche davon den größten Beitrag zu deiner Aussage leisten. Setze diese gezielt ein und gib deinen übrigen Aussagen genügend Raum.
Lesetipp: Welche Magie Power-Wörter besitzen.
3. Deine Adjektive batteln um die Wette.
Adjektive sind fabelhaft. Mit ihnen lassen sich Produkte beschreiben, Stimmungen erzeugen und Eigenschaften hervorheben.
Manche Werbetexte haben aber leider so viele davon, dass man beim Lesen regelrecht über sie stolpert.
Ein Beispiel:
„Unsere neue, zauberhafte Kollektion wunderschöner Schmuckstücke hat einen ausgefallenen und einzigartigen Look, der modern und klassisch zugleich ist und garantiert perfekt zu jedem deiner Outfits passt.“
Puh … mal ehrlich: Bis du am Ende angekommen bist, hast du doch schon wieder vergessen, worum es am Anfang ging.
Dabei lässt sich dieselbe Aussage wesentlich angenehmer schreiben und entsprechend auch lesen:
„Unsere zeitlose Schmuckkollektion passt zu jedem deiner Outfits.“
Eine Aussage. Ein klarer Vorteil. Fertig.
So setzt du Adjektive in Werbetexten sinnvoll ein.
Wann es sie braucht und wann nicht.
Adjektive verdienen ihren Platz, wenn sie eine wichtige Information vermitteln oder eine Beschreibung anschaulicher machen.
Beispielsweise kann die Bezeichnung „wasserabweisende Jacke“ für deine Kunden kaufentscheidend sein. Das Adjektiv beschreibt schließlich eine konkrete Produkteigenschaft.
„Traumhaft schöne, unglaublich fantastische Jacke“ liefert dagegen wenig Orientierung.
Achte deshalb auf folgende Punkte:
- Wähle aussagekräftige Adjektive.
Wörter wie „gut“, „toll“ oder „schön“ lassen viel Interpretationsspielraum. Präzisere Beschreibungen helfen deinen Lesern, sich wirklich etwas vorzustellen. - Vermeide unnötige Wiederholungen.
Wenn dein Produktfoto bereits die rote Farbe einer Handtasche zeigt, kannst du den Text nutzen, um beispielsweise das Material oder besondere Funktionen hervorzuheben. - Lass deinen Sätzen Luft zum Atmen.
Mehrere Adjektive hintereinander verlängern Beschreibungen und erschweren das Lesen unnötig. - Setze emotionale Wörter gezielt ein.
Ein passendes Adjektiv kann eine ganze Geschichte erzählen. Entscheidend ist, dass es zu deinem Produkt und deiner Zielgruppe passt.
Übrigens: Die häufig empfohlene Regel „ein Nomen, ein Adjektiv“ ist eine gute Orientierung beim Redigieren. Eine verbindliche Sprachregel ist sie aber keineswegs.
Manchmal braucht eine Beschreibung zwei Adjektive. Manchmal kommt sie wunderbar ohne aus.
Mein Tipp: Lies deinen Werbetext einmal laut vor. Wenn du selbst über deine Beschreibungen stolperst, freuen sich deine Leser wahrscheinlich über eine kleine sprachliche Diät.
4. Dein Text könnte von jedem anderen Unternehmen stammen.
- „Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt.“
- „Qualität und Kundenzufriedenheit haben höchste Priorität.“
- „Wir entwickeln individuelle Lösungen für deine Bedürfnisse.“
Kommt dir alles bekannt vor? Ich vermute, du hast solche Aussagen schon auf unzähligen Unternehmenswebsites gelesen.
Sie klingen professionell und sie sind freundlich gemeint. Aber sie verraten gleichzeitig auch wenig bis gar nichts darüber, was das jeweilige Unternehmen wirklich auszeichnet.
Exakt hier liegt das Problem austauschbarer Werbetexte.
Deine Kunden sollen einen Grund bekommen, sich an dich zu erinnern. Und dafür braucht dein Unternehmen eine eigene Sprache.
Eine Sprache, die zu deiner Persönlichkeit, deinem Angebot und deiner Zielgruppe passt. Die zeigt, wie du arbeitest, was dir wichtig ist und welche Erfahrungen deine Kunden mit dir machen können.
Persönlichkeit macht Werbetexte markant.
Und gibt ihnen eine Seele.
Vor einigen Jahren kontaktierte mich eine Interessentin, die ihre Website-Texte bereits von einer anderen Texterin hatte schreiben lassen. Das Ergebnis machte sie unglücklich. Sie beschrieb ihre Texte als „seelenlos“.
Also habe ich sie überarbeitet. Anschließend schrieb sie mir:
„Deine Überarbeitung hat mich total überwältigt. Du hast die Texte so erfrischend und wortgewandt zum Leben erweckt. Du hast genau das Gefühl transportiert und den Texten eine wundervolle Seele gegeben.“
Das ist und bleibt für mich einer der schönsten Aspekte des Werbetextens. Denn hinter jedem Unternehmen stehen Menschen. Mit eigenen Erfahrungen, besonderen Fähigkeiten, persönlichen Geschichten und einer ganz individuellen Art, mit ihren Kunden umzugehen.
All das kann (und sollte!) sich in deinen Texten widerspiegeln.
Mein Tipp: Stell dir vor, dein Unternehmen wäre eine Person. Wie würde sie sprechen? Welche Wörter würde sie verwenden? Wäre sie humorvoll, sachlich, herzlich oder vielleicht ein bisschen frech?
Und dann überprüfe, wie viel davon deine Werbetexte vermitteln.
Deine Sprache darf Ecken und Kanten haben. Schließlich soll man dein Unternehmen unter all den anderen wiedererkennen.
5. Du lässt ChatGPT schreiben und veröffentlichst es.
Früher musste man sich wenigstens noch selbst Gedanken darüber machen, wie man einen schlechten Werbetext schreibt. 😅
Heute reichen ein paar Sekunden: „Schreibe mir einen professionellen und überzeugenden Website-Text für mein Unternehmen.“
Prompt abschicken. Text kopieren. Einfügen. Veröffentlichen. Herzlichen Glückwunsch! Du hast gerade einen Werbetext produziert.
Ob er deine Kunden überzeugt, zu deiner Marke passt und fachlich korrekt ist, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt.
Keine Frage: ChatGPT, Gemini und andere KI-Textgeneratoren können dir das Schreiben erheblich erleichtern. Sie liefern Ideen, entwickeln Textentwürfe, helfen beim Strukturieren und unterstützen dich bei der Überarbeitung.
Aber was anschließend mit den Ergebnissen passiert, ist inzwischen der Teil, der darüber entscheidet, ob dein Text auch für dich arbeitet.
KI-Slop: Wenn ein Text klingt wie tausend andere.
Warum generische Texte auffallen.
- „In der heutigen schnelllebigen Welt ist es wichtiger denn je …“
- „Entdecke die vielfältigen Möglichkeiten …“
- „Tauche ein in die faszinierende Welt von …“
Auch solche Einstiege sind dir bestimmt schon begegnet. Sie gehören zu den typischen Formulierungen, die als generische KI-Texte auffallen.
Wenn du KI-Ausgaben ungeprüft veröffentlichst, riskierst du austauschbare Aussagen, aufgeblähte Sätze und eine Sprache, die wenig über deine Person oder dein Unternehmen verrät.
Hinzu kommt, dass KI-Systeme Informationen erfinden, Zusammenhänge falsch darstellen oder veraltete Angaben verwenden können.
Vor allem bei Produktbeschreibungen, Leistungsversprechen oder fachlichen Blogartikeln kann das unangenehme Folgen haben.
Wenn dein Unternehmen beispielsweise mit einer Zertifizierung wirbt, die es überhaupt nicht besitzt, kann aus einem scheinbar harmlosen Textfehler schnell ein ernsthaftes Problem werden.
Deshalb gilt: Jede veröffentlichte Aussage braucht eine fachliche Prüfung.
Mehr über KI-Slop liest du hier.
Und noch etwas hat sich 2026 verändert.
Unsichtbare KI-Wasserzeichen: ChatGPT-Texte können erkannt werden.
Am 5. Oktober 2026 hat OpenAI angekündigt, das unsichtbare Text-Wasserzeichen textGrain schrittweise für geeignete ChatGPT- und Codex-Texte in der EU einzuführen.
Vereinfacht erklärt: Während ChatGPT einen Text erzeugt, verändert textGrain geringfügig die Wahrscheinlichkeiten, mit denen das Sprachmodell zwischen möglichen Wörtern oder Wortteilen auswählt.
Über längere Textpassagen entsteht dadurch ein statistisches Muster, das spezielle Prüfverfahren erkennen können.
Auch Google verwendet mit SynthID eine Technologie zur Kennzeichnung KI-generierter Texte.
Wichtig: Solche Wasserzeichen bestehen aus statistischen Mustern im Text. Es werden beispielsweise keine unsichtbaren Sonderzeichen eingefügt.
Und ihre Erkennung ist keineswegs unfehlbar. Kürzere Texte, umfangreiche Überarbeitungen oder Übersetzungen können die Zuverlässigkeit der Erkennung beeinträchtigen.
Ein nachgewiesenes Wasserzeichen sagt außerdem wenig darüber aus, welchen Anteil ein Mensch an der Entstehung des fertigen Textes hatte.
Trotzdem zeigt die Entwicklung, dass die Herkunft KI-generierter Inhalte zunehmend überprüfbar wird.
Mehr über die unsichtbaren KI-Wasserzeichen liest du hier.
Pflicht zur Kennzeichnung von KI: Was Unternehmen beachten müssen.
Alles Wichtige auf einen Blick.
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der europäischen KI-Verordnung, dem EU AI Act. Für bestimmte bereits zuvor auf den Markt gebrachte KI-Systeme besteht bei der technischen Kennzeichnung eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026.
Dabei müssen zwei Dinge unterschieden werden.
1. Die technische Kennzeichnung durch KI-Anbieter.
Anbieter generativer KI-Systeme sind grundsätzlich verpflichtet, ihre erzeugten Inhalte maschinenlesbar als künstlich generiert oder manipuliert erkennbar zu machen. Dabei gelten die gesetzlichen Voraussetzungen und Ausnahmen.
2. Die Offenlegungspflicht bei veröffentlichten KI-Texten.
Für Unternehmen, die KI-Texte veröffentlichen, kommt es auf deren Inhalt und Verwendung an.
Artikel 50 Absatz 4 betrifft insbesondere KI-generierte oder manipulierte Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren.
Für solche Inhalte kann eine Offenlegungspflicht bestehen.
Eine wichtige Ausnahme greift, wenn der Inhalt einen menschlichen Überprüfungs- oder redaktionellen Kontrollprozess durchlaufen hat und eine natürliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung für die Veröffentlichung übernimmt.
Für gewöhnliche Werbetexte besteht deshalb aus dieser Vorschrift heraus keine allgemeine Pflicht, jede Nutzung von ChatGPT offenzulegen.
Die gesetzlichen Anforderungen sollten trotzdem bei jeder Veröffentlichung berücksichtigt werden.
Mehr über die KI-Kennzeichnungspflicht liest du hier.
So nutzt du KI beim Werbetexten sinnvoll.
Der entscheidende Unterschied liegt im Umgang mit den erzeugten Texten.
Nutze KI beispielsweise, um Themen zu recherchieren, Ideen zu sammeln, alternative Überschriften zu entwickeln oder sprachliche Schwachstellen aufzuspüren.
Aber: Bringe anschließend deine eigenen Erfahrungen, dein Fachwissen und die Besonderheiten deines Unternehmens ein.
Überprüfe Informationen, hinterfrage Aussagen und überarbeite den Text so lange, bis er zu deiner Marke und deiner Zielgruppe passt.
Mein Tipp: Betrachte KI-Ausgaben grundsätzlich als Arbeitsmaterial. Die fachliche und redaktionelle Verantwortung für deine veröffentlichten Werbetexte liegt bei dir.
6. Du behauptest Dinge, die du weder erklärst noch belegst.
„Wir gehören zu den führenden Anbietern unserer Branche.“
Schön. Aber woran lässt sich das erkennen?
An deinem Umsatz? Deiner Marktposition? Deinen Auszeichnungen? Oder daran, dass deine Mutter dein Unternehmen besonders toll findet?
Werbetexte stecken voller Behauptungen. Manche davon sind berechtigt. Andere entstehen aus Begeisterung für das eigene Angebot. Und wieder andere klingen einfach so schön, dass man sie unbedingt verwenden möchte.
Für deine Leser macht es allerdings einen großen Unterschied, ob du etwas lediglich behauptest oder nachvollziehbar erklärst.
Das heißt: Glaubwürdige Werbetexte liefern Argumente.
Überzeugende Argumente schaffen Vertrauen.
Ein Beispiel.
Statt zu schreiben: „Wir verfügen über langjährige Erfahrung und bieten höchste Qualität.“
Formuliere beispielsweise so: „Seit 15 Jahren entwickeln wir maßgefertigte Küchen. In unserer eigenen Werkstatt entstehen jährlich rund 80 individuelle Küchenlösungen.“
Deine Leser erfahren etwas über die Erfahrung des Unternehmens und bekommen eine Vorstellung davon, was hinter dem Qualitätsversprechen steckt.
Auch Kundenbewertungen, nachvollziehbare Fallbeispiele, Zertifizierungen und überprüfbare Zahlen können dabei helfen, Aussagen zu untermauern. Vorausgesetzt natürlich, die Angaben stimmen und lassen sich bei Bedarf nachweisen.
Warum nachvollziehbare Aussagen auch für GEO wertvoll sind.
Ein weiterer Aspekt, der beim Schreiben moderner Werbetexte zunehmend wichtig wird: die Sichtbarkeit in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen.
GEO steht für Generative Engine Optimization und beschreibt die Optimierung von Inhalten für die Suche mit generativer künstlicher Intelligenz. Dabei geht es unter anderem darum, Informationen so bereitzustellen, dass KI-Systeme sie auffinden, verstehen und bei passenden Nutzeranfragen berücksichtigen können.
Stell dir vor, jemand fragt ChatGPT: „Welcher Küchenhersteller in meiner Region fertigt individuelle Küchen in einer eigenen Werkstatt?“
Eine Website, die ausschließlich mit „höchster Qualität“ und „individuellen Lösungen“ wirbt, liefert hierzu wenig konkrete Informationen.
Ein Unternehmen, das seinen Standort, seine Leistungen und seine eigene Fertigung ausführlich beschreibt, stellt dagegen Informationen bereit, die für die Beantwortung dieser Frage relevant sein können.
Natürlich hängt die tatsächliche Berücksichtigung in KI-Antworten von vielen weiteren Faktoren ab.
Mein Tipp: Untermauere deine Aussagen mit nachvollziehbaren Informationen. Beschreibe deine Leistungen, Besonderheiten und Erfahrungen so, dass Menschen den Wert deines Angebots verstehen und KI-Systeme relevante Informationen darüber finden können.
Das ist gutes Werbetexten mit zusätzlichem Potenzial für deine digitale Sichtbarkeit.
Und wenn du tiefer in das Thema GEO einsteigen möchtest, schau in meinem GEO-Blog vorbei.
7. Du schreibst für Keywords und vergisst dabei Google, KI – und Menschen.
„Professionelle Werbetexte schreiben lassen? Unsere professionelle Werbetexterin schreibt professionelle Werbetexte für Unternehmen, die professionelle Werbetexte benötigen.“
Aua. Wer so schreibt, hat vermutlich eine ziemlich innige Beziehung zu seinem Fokus-Keyword.
Für Menschen ist das allerdings, wie du siehst, eine Zumutung.
Und auch aus SEO-Sicht ergibt es wenig Sinn, ein Keyword möglichst häufig in einen Text zu pressen. Denn moderne Suchmaschinen verstehen längst mehr als die bloße Wiederholung einzelner Suchbegriffe.
Sie können sprachliche Zusammenhänge erkennen, Suchanfragen einordnen und Inhalte thematisch bewerten.
Mit dem zunehmenden Einsatz generativer KI in der Suche gewinnt außerdem die Frage an Bedeutung, ob eine Website konkrete Informationen liefert, die sich für die Beantwortung von Nutzerfragen eignen.
Gute Werbetexte brauchen heute mehr als nur Keywords.
Ein Beispiel.
Das bedeutet für deine Texte: Beschreibe dein Angebot verständlich. Verwende relevante Suchbegriffe dort, wo sie sprachlich sinnvoll sind. Erkläre wichtige Zusammenhänge und beantworte die Fragen deiner Zielgruppe.
Ein Beispiel:
Du bietest professionelle Haarverlängerungen an. Also ist der Begriff „Haarverlängerung“ natürlich für deine Website relevant.
Deine potenziellen Kundinnen interessieren sich allerdings meistens für wesentlich konkretere Fragen:
- Welche Methode eignet sich für feines Haar?
- Wie lange hält eine Haarverlängerung?
- Welche Kosten entstehen?
- Wie aufwendig ist die Pflege?
- Welche Möglichkeiten gibt es bei lichtem Haar?
Indem du solche Fragen ausführlich beantwortest, schaffst du Inhalte, die Menschen bei ihrer Entscheidung unterstützen.
Gleichzeitig entstehen thematische Zusammenhänge, anhand derer Suchmaschinen und KI-Systeme dein Angebot besser einordnen können.
Was Google selbst zur KI-Suche empfiehlt.
Im Mai 2026 hat Google einen eigenen Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen in der Google Suche veröffentlicht. Darin betont Google insbesondere die Bedeutung einzigartiger, hilfreicher und fachlich fundierter Inhalte.
Auch persönliche Erfahrungen und Informationen, die über allgemein bekanntes Wissen hinausgehen, spielen dabei eine wichtige Rolle.
Das passt hervorragend zu professionellen Werbetexten.
Denn wer seine Zielgruppe kennt, sein Angebot präzise beschreibt und echte Erfahrungen einbringt, schafft eine wertvolle Grundlage für überzeugende und informative Inhalte.
Mein Tipp: Überlege bei jedem Werbetext, welche Fragen deine Zielgruppe hat und welche Informationen sie für ihre Entscheidung benötigt.
Strukturiere deine Texte mit aussagekräftigen Zwischenüberschriften und verständlichen Absätzen. Verwende konkrete Begriffe und erkläre Besonderheiten deines Angebots.
Auf diese Weise können deine Texte Menschen beim Lesen überzeugen und zugleich bessere Voraussetzungen für ihre Auffindbarkeit in der digitalen Suche schaffen.
8. Du veröffentlichst die erste Fassung.
Kennst du dieses wunderbare Gefühl, wenn du endlich den letzten Satz eines Textes geschrieben hast?
Geschafft! Jetzt nur noch schnell veröffentlichen und die Sache ist erledigt.
Ich gebe zu: Eine verlockende Vorstellung.
Leider entstehen die besten Werbetexte aber häufig erst während der Überarbeitung. Denn beim ersten Schreiben konzentrierst du dich vor allem darauf, deine Gedanken zu Papier zu bringen.
Beim anschließenden Redigieren kannst du dich ganz gezielt mit der Qualität deines Textes beschäftigen.
Und dabei gibt es einiges zu überprüfen.
Professionelle Werbetexte entstehen in mehreren Schritten.
Ein bewährter Ablauf sieht beispielsweise so aus:
1. Recherchieren.
Beschäftige dich mit deiner Zielgruppe, ihren Bedürfnissen und den Besonderheiten deines Angebots. Recherchiere relevante Suchbegriffe und typische Fragen deiner potenziellen Kunden.
2. Schreiben.
Erstelle eine erste Textfassung. Hier darfst du kreativ werden, Gedanken ausprobieren und mit unterschiedlichen Formulierungen experimentieren. Auch KI kann dich in dieser Phase unterstützen.
3. Fakten prüfen.
Kontrolliere sämtliche sachlichen Angaben. Stimmen die Zahlen? Sind deine Quellen aktuell? Lassen sich die Versprechen belegen? Besonders bei KI-generierten Inhalten verdient dieser Schritt große Aufmerksamkeit.
4. Redigieren.
Überprüfe den Sprachrhythmus, die Satzlängen und deine Wortwahl. Streiche überflüssige Füllwörter und Wiederholungen. Achte darauf, dass sich dein Text angenehm lesen lässt und die einzelnen Abschnitte logisch aufeinander aufbauen.
5. Persönlichkeit einbringen.
Verfeinere deine Tonalität. Ergänze konkrete Erfahrungen, passende Beispiele und individuelle Aussagen. Sorge dafür, dass dein Unternehmen sprachlich wiedererkennbar wird.
6. SEO und GEO berücksichtigen.
Prüfe die Verwendung relevanter Suchbegriffe, die Struktur deiner Überschriften und die Verständlichkeit deiner Aussagen. Achte darauf, dass wichtige Informationen eindeutig beschrieben werden und Fragen deiner Zielgruppe beantwortet sind.
7. Finalisieren.
Kontrolliere Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Lies deinen Text anschließend noch einmal vollständig durch. Idealerweise mit etwas zeitlichem Abstand.
Mein Tipp: Plane das Redigieren von Anfang an als festen Bestandteil deiner Texterstellung ein.
Ein guter Werbetext verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit als einen kurzen Blick auf die Rechtschreibprüfung.
Ohne Plan wird’s schwierig.
Warum Werbetexte eine Strategie brauchen.
Du möchtest Werbetexte schreiben, die deine Leser begeistern, dein Angebot überzeugend präsentieren und idealerweise auch noch bei Google und in KI-gestützten Suchsystemen gefunden werden?
Dann brauchst du eine durchdachte Textstrategie.
Denn professionelles Werbetexten beginnt lange vor dem ersten geschriebenen Satz.
Du solltest deine Zielgruppe kennen, ihre Bedürfnisse verstehen und wissen, welche Botschaft du vermitteln möchtest. Dazu gehört auch, dass du dir überlegst, welches Ziel dein Text verfolgt.
Möchtest du Interessenten dazu bewegen, ein Produkt zu kaufen? Sollen sie einen Beratungstermin vereinbaren? Deinen Newsletter abonnieren? Oder sich zunächst ausführlicher über dein Angebot informieren?
Je genauer du dein Ziel definierst, desto gezielter kannst du deinen Werbetext aufbauen.
Und natürlich spielt auch die Frage eine Rolle, über welche Kanäle deine potenziellen Kunden überhaupt auf dich aufmerksam werden. Ein Werbetext auf einer Unternehmenswebsite erfüllt schließlich andere Aufgaben als eine Instagram-Caption oder eine Produktbeschreibung in einem Onlineshop.
Mein Tipp: Erstelle dir vor dem Schreiben ein kurzes Textkonzept. Halte darin deine Zielgruppe, das Ziel des Textes, die wichtigsten Argumente und die gewünschte Leserreaktion fest.
Damit schaffst du eine solide Grundlage für deine Werbetexte.
Fazit.
Werbetexte schreiben ist Arbeit. Richtige Arbeit sogar.
Denn zwischen einer Ansammlung hübscher Wörter und einem Text, der Menschen begeistert und zu einer Handlung motiviert, liegen manchmal Welten.
Künstliche Intelligenz erleichtert die Texterstellung. Gleichzeitig wächst die Menge austauschbarer Inhalte im Internet. Neue technische Kennzeichnungsverfahren machen die Herkunft KI-generierter Texte zunehmend nachvollziehbar. Und neben klassischen Suchmaschinen spielen auch generative KI-Systeme eine immer größere Rolle bei der Informationssuche.
Damit steigen die Anforderungen an professionelle Werbetexte.
Heute verdienen vor allem die Texte Aufmerksamkeit, die Menschen etwas zu sagen haben.
Texte mit Persönlichkeit. Mit nachvollziehbaren Argumenten und konkreten Informationen. Texte, die Fragen beantworten und gleichzeitig Lust auf das machen, was ein Unternehmen anbietet.
Und genau dafür lohnt es sich, beim Schreiben ein bisschen mehr Hirnschmalz zu investieren.
Schließlich sollen deine Werbetexte am Ende vor allem eines: deine potenziellen Kunden überzeugen.
Werbetexte sind einfach nicht dein Ding?
Meins aber. Ich schreib dir deine.
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Die SCHREIBSCHNEIDEREI®
Becky Parsa
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Zertifizierte KI-Prompterin
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Nachbemerkung.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Blogartikel die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
