DEIN KÖR­PER WILL WIE EIN KIND BEHAN­DELT WERDEN.

Dein Körper will wie ein Kind behandelt werden.

Es gibt Momen­te, in denen der Kör­per lei­se anklopft. Mal mit einem Zie­hen im Rücken. Mal mit Kopf­schmer­zen. Ein ande­res Mal mit einer per­ma­nen­ten Müdigkeit.

Ein Kind wür­de in sol­chen Momen­ten Auf­merk­sam­keit bekom­men. Doch beim eige­nen Kör­per? Da fällt die­se Selbst­ver­ständ­lich­keit viel zu oft weg.

Die­ser Arti­kel soll dir dabei hel­fen, die Bezie­hung zu dei­nem Kör­per neu zu betrachten. 🫶🏼

Die lebens­lan­ge Bezie­hung zu unse­rem Körper.

Und die Ignoranz.

Die Bezie­hung zu unse­rem Kör­per ist eine Bezie­hung, die wir unser gan­zes Leben führen.

Ohne Pau­se, Aus­zeit oder Kün­di­gungs­op­ti­on. (Gäbe es eine, hät­te ich schon mehr­mals frist­los gekün­digt. 😅 War­um? Unter ande­rem des­we­gen.)

Und trotz­dem behan­deln wir ihn oft so, als wäre er etwas, das funk­tio­nie­ren muss. Er soll durch­hal­ten und sich bit­te nicht beschweren.

Wir igno­rie­ren Müdig­keit. Oder über­ge­hen Schmer­zen. Und wir reden uns immer ein, dass es schon irgend­wie geht.

Was wir einem Kind nie­mals zumu­ten würden.

Kein Mensch wür­de einem Kind sagen:

„Reiß dich zusammen.“

„Das bil­dest du dir ein.“

„Jetzt stell dich nicht so an.“

Kein Mensch wür­de erwar­ten, dass ein Kind mona­te­lang über sei­ne Gren­zen geht, ohne Pau­sen oder ohne Rücksicht.

Aber von uns selbst erwar­ten wir all das. 🤷🏼‍♀️

Wir trei­ben unse­ren Kör­per durch Tage, die viel zu voll sind. Durch Näch­te, die viel zu kurz sind. Oder durch Lebens­pha­sen, die viel zu viel fordern.

Und dann wun­dern wir uns, wenn er irgend­wann nicht mehr mitmacht.

Der Kör­per spricht. Immer. 

Der Kör­per kün­digt sich an. Zurück­hal­tend, aber beharrlich.

Er spricht mit dir. Per­ma­nent. Er schickt Signa­le in Form von Anspan­nung, Erschöp­fung oder Unruhe.

Bei einem Kind wür­de man die­se Signa­le nicht igno­rie­ren. Ein Kind wür­de man ernst neh­men, wenn es sagt, dass etwas zu viel ist. Man wür­de hinsehen.

Beim eige­nen Kör­per tun wir aber oft genau das Gegenteil.

Der Kör­per ist kein Gegner.

Vie­le Men­schen leben in einem per­ma­nen­ten inne­ren Kampf. Gegen Müdig­keit, Schmer­zen oder Symptome.

Dabei ist der Kör­per doch kein Geg­ner, den man besie­gen muss. Er ist dein tiefs­ter Ver­bün­de­ter, der Gren­zen setzt, wenn du sie selbst nicht setzt.

Wenn du also beginnst, ihn wie ein Kind zu behan­deln, ver­än­dert sich etwas. Und zwar spürbar.

Selbst­für­sor­ge im Alltag.

Sie beginnt bei Kleinigkeiten.

Eltern­schaft lebt von klei­nen Hand­lun­gen wie Regel­mä­ßig­keit oder Verlässlichkeit.

Und auch dein Kör­per ver­steht die­se Spra­che. Er merkt, ob du ihn wahr­nimmst. Er spürt, ob er wich­tig ist. Er regis­triert, ob du bereit bist, ihn mit­zu­neh­men statt zu übergehen.

Dazu gehö­ren schon bana­le Din­ge wie:

Pau­sen nicht als Beloh­nung zu sehen, son­dern als Not­wen­dig­keit.

Signa­le nicht weg­zu­schie­ben, son­dern Ursa­chen­for­schung zu betrei­ben, um sie zu verstehen.

sich selbst nicht erst dann ernst zu neh­men, wenn nichts mehr geht.

Ja, Für­sor­ge zeigt sich im All­tag. In der Art, wie du dei­nen Tag struk­tu­rierst. Oder wie du reagierst, wenn etwas schwer wird.

Der Umgang macht den Unterschied.

Kin­der ler­nen durch Erklä­run­gen. Aber auch durch Atmo­sphä­re.

Sie spü­ren, ob sie sicher sind. Sie mer­ken, ob sie will­kom­men sind. Und sie füh­len, ob sie sich zei­gen dür­fen, wie sie gera­de sind.

Dein Kör­per funk­tio­niert genau­so. Er reagiert auf Druck, Tem­po oder den Umgang, den du mit ihm pflegst.

Gren­zen sind Aus­druck von Verantwortung.

Kin­der brau­chen neben Schutz auch einen Rah­men. Sie brau­chen Erwach­se­ne, die recht­zei­tig eingreifen.

Dein Kör­per braucht das auch. Gren­zen, die sagen: „Bis hier­hin ist es gut. Dar­über hin­aus wird es zu viel.“

Wenn du Gren­zen respek­tierst, han­delst du ver­ant­wor­tungs­voll. Wenn du sie ernst nimmst, liebevoll.

Küm­me­re dich um dei­nen Körper. 

Und pfle­ge die Bezie­hung zu ihm.

Stell dir die Fragen:

„Wie wür­de ich reagie­ren, wenn mein Kör­per ein Kind wäre?“

„Wür­de ich zuhören?“

„Wür­de ich ihn ernst nehmen?“

„Wür­de ich ihm erlau­ben, nicht zu funktionieren?“

Wenn du alle Fra­gen bejahst, ist der Grund­stein für eine Bezie­hung, die auf Ver­trau­en basiert, gelegt.

Denn dein Kör­per ver­dient das, was jedes Kind ver­dient: Für­sor­ge. Geduld. Und die Gewiss­heit, dass er nicht erst etwas leis­ten muss, um wich­tig genug zu sein.

Du darfst sanft mit dir sein.

Eltern­sein bedeu­tet sel­ten Perfektion.

Und auch in der Bezie­hung mit dei­nem Kör­per darfst du: 

ler­nen.
aus­pro­bie­ren.
dich immer wie­der neu ausrichten.

Glaub mir: Dein Kör­per ist bereit. Jeder­zeit. Er arbei­tet mit dir und trägt dich durch Veränderungen.

Wenn du beginnst, ihm so zu begeg­nen, wie man einem Kind begeg­net, ver­än­dert sich etwas Grund­le­gen­des: Die Ver­bin­dung wird tie­fer und der All­tag wird leichter.

Und viel­leicht ent­steht genau dort etwas, das lan­ge gefehlt hat: Ein Gefühl von Zuhau­se im eige­nen Körper.

Ich bin bereit! Du auch? ♥️

Wid­mung.

Die­ser Blog­ar­ti­kel ist mei­ner lie­ben Tina gewidmet.

Dan­ke für die Inspi­ra­ti­on und für den so tref­fen­den Ver­gleich. Dan­ke für all die tief­grün­di­gen Gesprä­che, das gemein­sa­me Nach­den­ken und die star­ke Ver­bin­dung, die dar­aus ent­stan­den ist.

Dan­ke dafür, dass es dich in mei­nem Leben gibt. ♥️

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