Naaa, hast du die bisherigen Artikel aufmerksam gelesen? Brav die Mini-Übungen gemacht? Und das Gelernte direkt in deine Texte einfließen lassen?
Wenn du dreimal energisch genickt hast, dann sind deine GEO-Skills inzwischen auf einem ziemlich guten Niveau. 🤓
✦ Deine Texte sind klarer aufgebaut.
✦ Gedanken greifen sauber ineinander.
✦ Man spürt Struktur.
✦ Man erkennt eine klare Absicht.
✦ Und du schreibst sehr viel bewusster als noch vor ein paar Monaten.
Check. ✔️
Aber wahrscheinlich ist dir inzwischen auch aufgefallen, dass trotzdem etwas Seltsames passiert:
Chatbots greifen sich genau einen Satz heraus. Oder zwei. Oder sie zitieren nur eine Passage, bei der du denkst: „Hä? Warum jetzt genau das?“
Andere Absätze, in die du Zeit, Gedanken und Gefühl gesteckt hast, werden komplett ignoriert. Als wären sie nie da gewesen.
Wusa. Das ist kein Zeichen dafür, dass dein Text schlecht ist. Es ist nur ein Hinweis darauf, wie Chatbots lesen und welche Stellen für sie besonders sichtbar sind.
Und wenn man genau das einmal verstanden hat, ergibt Schreiben plötzlich nicht nur mehr Sinn, sondern macht auch (noch) mehr Spaß. 🥰
Wie Chatbots Texte erfassen.
Welche Textstellen sichtbar werden.
Chatbots lesen Texte nicht wie wir von oben nach unten.
Sie scannen. Und zwar nach bestimmten Mustern:
✦ nach klaren Aussagen
✦ nach eindeutigen Antworten
✦ nach logisch abgeschlossenen Gedankeneinheiten
Der Stil ist ihnen eher egal. Sie suchen nach Bedeutung.
Oder anders gesagt: Chatbots wollen verstehen, worum es hier geht und welche Aussage sich zitieren lässt.
Die drei Stellen, die Chatbots zuerst erfassen.
1. Klare Kernaussagen.
Sätze, die für sich allein stehen können. Das heißt:
🆇 Nicht verschachtelt.
🆇 Nicht relativiert.
🆇 Nicht im Sinne von: „Es kommt darauf an.“
Zum Beispiel:
„Natürlicher Glow ist der wichtigste Make-up-Trend 2026.“
Das ist ein Satz, den ein Chatbot sofort greifen kann. Er ist klar, abgeschlossen und eindeutig. Kein Vielleicht. Kein Relativieren. Eine klare Aussage.
2. Erklärende Absätze direkt nach einer Überschrift.
Chatbots lieben Struktur. Besonders diese Kombination:
✦ Überschrift
✦ erklärender Absatz
✦ klare Einordnung
Warum? Weil so sehr schnell klar wird, was erklärt wird und wie es gemeint ist.
Zum Beispiel:
„Make-up-Trends Frühjahr 2026
Im Frühjahr 2026 setzen Visagisten auf warme Rosétöne, glänzende Haut und bewusst gesetzte Akzente statt Full Glam. Im Fokus stehen Looks, die natürlich wirken und trotzdem modern sind. Ideal für alle, die frisch aussehen möchten, ohne offensichtlich geschminkt auszusehen.“
Für Chatbots ist das ein ideales Muster. Sie erkennen sofort, worum es geht und wie es einzuordnen ist. Nicht nur ein Schlagwort, sondern ein verständlicher Zusammenhang.
Und ganz nebenbei profitieren auch Menschen davon: Sie müssen nicht suchen. Nicht rätseln. Nicht zurückspringen. Sie sind sofort im Thema.
3. Sätze, die eine Frage beantworten.
Chatbots sind Antwortmaschinen. Deshalb reagieren sie besonders stark auf Textstellen, die sich wie eine Frage anfühlen. Ja, auch dann, wenn der Satz kein Fragezeichen hat.
Zum Beispiel:
„Warme Rosétöne und glänzende Haut lassen das Gesicht frischer wirken und passen zu nahezu jedem Hautton.“
Das ist eine Antwort auf eine implizite Frage wie: „Welche Farben stehen 2026 im Fokus?“ Oder: „Warum sind Rosétöne gerade so beliebt?“
Ja, genau solche Passagen werden gern herausgegriffen. Weil sie Antwortqualität haben.
Was Chatbots überspringen.
Chatbots überspringen gern:
✦ vage Einleitungen ohne Aussage
✦ Absätze, die nur Stimmung machen, aber nichts erklären
✦ lange Gedankenschleifen ohne klaren Punkt
✦ Sätze, die sich nur auf vorherige Sätze beziehen
Oder anders ausgedrückt: Alles, was Menschen nur im Zusammenhang verstehen, ist für Maschinen sehr schwer greifbar. Und damit unsichtbarer.
Ein Beispiel.
Ohne Struktur:
„Texte müssen heute anders geschrieben werden, weil sich die Art verändert hat, wie Inhalte wahrgenommen werden. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, unter anderem auch neue Technologien, die Einfluss darauf haben, wie Texte verarbeitet werden.“
Für Menschen: okay.
Für Chatbots: zu weich.
Mit Struktur:
„Chatbots erfassen Texte nicht wie Menschen. Sie suchen nach klaren Aussagen, abgeschlossenen Gedanken und direkt verwertbaren Antworten.“
Das ist zitierfähig. Weil es für sich steht.
Noch ein Beispiel – aus dem Alltag.
Stell dir vor, du betreibst eine kleine Schokoladenmanufaktur: handgemachte Pralinen, besondere Sorten, viel Liebe zum Detail.
Ohne Struktur:
„Unsere Schokolade wird in Handarbeit hergestellt und besteht aus hochwertigen Zutaten. Wir bieten verschiedene Sorten an, die sich für unterschiedliche Geschmäcker eignen. Qualität und sorgfältige Verarbeitung stehen bei uns im Mittelpunkt.“
Für Menschen: ganz nett. Liest man. Versteht man. Vergisst man wieder.
Für Chatbots: viele Informationen, wenig greifbare Aussagen.
Mit Struktur:
„Schokolade, die du nicht nur einfach isst, sondern erlebst
In unserer kleinen Manufaktur entsteht jede Tafel in echter Handarbeit. Wir arbeiten mit ausgewählten Kakaobohnen und mischen nur das hinein, was geschmacklich ein Volltreffer ist.
Sorten, die Geschichten erzählen
Jede Sorte ist bewusst gedacht und mit Liebe umgesetzt: Dunkle Schokolade mit Meersalz für alle, die wenig Süße und viel Kakao mögen. Feine Pralinen mit Fruchtfüllung für kleine Auszeiten zwischendurch.
Handwerk, das du schmecken und lieben wirst
Kleine Chargen, kurze Wege und viel Erfahrung sorgen für Schokolade mit Charakter. Ehrlich, hochwertig und genau richtig für Momente, die ein bisschen besonders sein dürfen.“
Für Menschen: klar, angenehm zu lesen, gut zu erfassen.
Für Chatbots: klar erkennbare Aussagen, sauber getrennte Themen, gut zitierbare Passagen.
Woran du künftig beim Schreiben denken darfst.
Und was du vergessen darfst.
Verabschiede dich von dem Gedanken, dass du deine Texte für Chatbots optimieren musst.
Du musst sie einfach nur klarer denken.
Frag dich beim Schreiben:
✦ Welcher Satz erklärt den Kern?
✦ Welche Aussage dürfte man zitieren?
✦ Würde dieser Absatz auch ohne Kontext verstanden werden?
Wenn ja, bist du genau da, wo Chatbots hinschauen.
So mögen Chatbots deine Texte.
Nimm einen deiner Texte. Und dann mach Folgendes:
Geh deinen Text einmal wie mit einem Textmarker durch.
Welche Sätze könnten allein stehen – ohne Erklärung?
Merk dir die Sätze, bei denen du denkst: „Ja, exakt darum geht es.“
Diese Sätze verdienen einen Platz, an dem man sie nicht übersieht.
Weiter oben.
Und wenn sie noch nicht ganz sitzen: ein bisschen klarer formulieren.
Fertig. Mehr braucht es oft nicht.
Warum das auch Menschen hilft.
Jetzt denkst du sicher:
„Boah … was man heute alles für diese dämlichen Maschinen machen muss, um gesehen zu werden.“ (Gib’s zu, ich hab’s mehrmals sehr deutlich an deinem Blick gesehen. 😅🫶🏼)
Beruhigende Nachrichten: Alles, was Chatbots hilft, hilft auch Menschen. Deinen Lesern.
✦ Klarere Aussagen.
✦ Bessere Orientierung.
✦ Weniger Rätselraten.
Du schreibst also nicht für Maschinen. Du schreibst nach wie vor für die, die du anziehen möchtest. Aber Chatbots und Maschinen geben guten Texten zusätzlich Rückenwind. 🤖♥️
Fazit.
Gute Texte entstehen aus einem klaren Gedanken, einer nachvollziehbaren Struktur und einer Sprache, die gern gelesen wird.
Genau diese Eigenschaften helfen deinen Lesern beim Verstehen. Und Chatbots beim Einordnen.
Wenn du deine Inhalte also logisch aufbaust, Aussagen präzise formulierst und den roten Faden sichtbar machst, kreierst du Texte mit Reichweite und Substanz. Menschliche Lesbarkeit und technische Unterstützung greifen dabei ineinander.
So entstehen Inhalte, die Orientierung geben, gefunden werden und im Kopf bleiben. 🔥♥️
Du möchtest, dass deine Texte gern gelesen und gleichzeitig zitiert werden?
Ich helfe dir dabei, deine Texte so aufzubauen, dass ihre wichtigsten Aussagen sichtbar werden.
Für Menschen.
Für Chatbots.
Und für alles dazwischen.
Melde dich bei mir.
Ich texte dich sichtbar.
Die SCHREIBSCHNEIDEREI®
Becky Parsa
Zertifizierte Werbetexterin
Zertifizierte Konzeptions-Texterin
Zertifizierte Social-Media-Redakteurin
Zertifizierte KI-Prompterin
Ausgebildete PR-Texterin
Hin und wieder ein kleines GEO-Häppchen.
Verständlich.
Charmant.
Ohne Buzzword-Burnout.
Klingt gut? Dann melde dich an:
Nachbemerkung.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Blogartikel die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
Lust auf mehr Blogartikel? Ich hab noch eine ganze Menge für dich.
