Was wären Unternehmen heute eigentlich ohne ChatGPT, Claude, Gemini oder all die anderen fleißigen Textmaschinen?
Vermutlich ein bisschen langsamer. Ein bisschen sparsamer mit Content. Und vielleicht auch ein kleines bisschen ehrlicher bei der Frage, wie viel eigener Gedanke wirklich in ihren Texten steckt.
KI kann in wenigen Sekunden Texte erzeugen, für die früher Stunden oder sogar Tage eingeplant wurden. Blogartikel, FAQ-Bereiche, Leistungsseiten, Social-Media-Posts, Produktbeschreibungen, Ratgebertexte. Alles ist superschnell erstellt, mehr oder weniger ordentlich formatiert und auf den ersten Blick erstaunlich brauchbar.
Und wahrscheinlich denkst du jetzt: „Ja, genau. Total praktisch. Mache ich auch so. Also wann genau kommt der Teil mit dem Problem?“
Jetzt.
Viele KI-Texte sehen vielleicht aus wie guter Content. Sie haben Überschriften, Absätze, Aufzählungen, Beispiele und einen angenehm glatten Ton.
Aber mal ehrlich: Beim Lesen haut es einen trotzdem nicht vom Hocker.
Sie sind ausführlich und strukturiert. Aber sie kommen nicht mit einer Aussage auf den Punkt. Es fehlen eigene Gedanken. Und Gründe, warum man sie lesen sollte.
Das ist ein bisschen wie mit einer schön verpackten Geschenkbox: außen sauber gestaltet, ordentlich verschnürt und absolut präsentabel. Beim Öffnen merkst du dann aber ziemlich schnell, dass der Inhalt überschaubar ist.
Im Sichtbarkeitskontext gibt es für dieses Phänomen inzwischen sogar einen Begriff: KI-Slop.
Und der wird für Unternehmen jetzt zum Content-Risiko. ☠️
Denn in einer Suche, die zunehmend von KI-Antworten geprägt wird, reicht es nicht mehr, einfach nur schnell generierte Texte zu veröffentlichen. Inhalte müssen einordenbar, hilfreich, konkret und zitierfähig sein.
Warum austauschbarer KI-Content besonders schnell daran scheitert? Und wie du es besser machst? Das liest du in diesem Artikel.
Was KI-Slop eigentlich ist.
Wenn ein Text aussieht wie ein Text, aber kaum etwas Eigenes sagt.
Der Begriff „KI-Slop“ beschreibt Inhalte, die schnell erzeugt wurden und beim Lesen wenig hinterlassen.
Sie wirken formal sauber, sprachlich rund und oft sogar angenehm flüssig. Trotzdem entsteht beim Lesen das Gefühl, dass man all das schon einmal irgendwo gesehen hat.
Typisch für KI-Slop sind sehr allgemeine Aussagen. Zum Beispiel:
✦ „Unternehmen sollten ihre Zielgruppe kennen.“
✦ „Inhalte sollten Mehrwert bieten.“
✦ „Texte sollten gut strukturiert sein.“
✦ „Kommunikation sollte authentisch sein.“
Klar, das ist alles grundsätzlich richtig. Es ist nur so allgemein, dass es kaum weiterhilft.
Ein guter Text erklärt etwas so, dass du es besser verstehst. Er zeigt einen Zusammenhang, den du vorher nur vage gespürt hast. Er bringt ein Beispiel, das sofort einleuchtet. Oder er benennt ein Problem so konkret, dass du dich darin wiederfindest.
KI-Slop bewegt sich dagegen nur an der Oberfläche.
Für Leser ist das ermüdend. Und für Suchmaschinen und KI-Systeme ist es schwierig, daraus einen echten fachlichen Wert abzuleiten.
Warum KI-Slop für Unternehmen gefährlich ist.
Ich bekomme es inzwischen nahezu täglich mit: Viele Unternehmen sehen beim Thema KI zuerst das Tempo. Was auch total verständlich ist.
Wer früher mehrere Stunden an einem Blogartikel saß, kann heute mit einem entsprechenden Prompt in kürzester Zeit einen ersten Entwurf erzeugen. Das fühlt sich effizient an. Und es kann auch durchaus effizient sein. Wenn die KI sauber geführt wird.
Problematisch wird es aber, wenn aus Effizienz nur noch reine Masse wird.
Dann wächst zwar die Zahl der veröffentlichten Inhalte, aber der fachliche Wert bleibt minimal.
Für Unternehmen entsteht dadurch ein trügerisches Gefühl von Sichtbarkeit. Schließlich ist ja viel Content da.
Nur können Suchmaschinen und KI-Systeme mit diesem Massen-Content wenig anfangen. Die Inhalte wiederholen bekannte Aussagen und bleiben fachlich dünn.
Für klassisches SEO war das schon immer schwierig. Für GEO kann das den Genickbruch bedeuten. Naja, oder zumindest zum Sichtbarkeitsproblem werden.
Weil KI-Systeme in Inhalten vergeblich nach belastbaren Informationen suchen.
✦ Sie erfassen, ob ein Text konkrete Antworten liefert.
✦ Ob Begriffe sauber eingeordnet werden.
✦ Ob Zusammenhänge erkennbar sind.
✦ Ob Beispiele, Details, Vergleiche und eine fachliche Perspektive vorhanden sind.
All das hilft dabei, dass Inhalte in KI-Antworten aufgegriffen werden können.
Austauschbare KI-Texte hingegen liefern dafür zu wenig Futter. Und genau das kann dazu führen, dass ein Unternehmen zwar regelmäßig Content veröffentlicht, aber in der neuen Suche kaum oder gar nicht sichtbar wird.
Was GEO mit KI-Slop zu tun hat.
GEO steht für Generative Engine Optimization. Dabei geht es darum, Inhalte so aufzubereiten, dass sie von KI-Systemen verstanden, eingeordnet und in Antworten berücksichtigt werden können. (Aber das weißt du natürlich längst, weil du ja immer fleißig meinen GEO-Blog liest. 🤓🙃)
Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Text muss heute einfach mehr leisten als nur ein Keyword bedienen.
Er sollte eine Frage wirklich beantworten. Er sollte ein Thema sinnvoll gliedern. Er sollte Begriffe erklären, Beispiele geben und Zusammenhänge herstellen. Er sollte zeigen, warum eine Aussage gilt, wann sie relevant ist und woran man sie in der Praxis erkennt.
KI-Slop tut das Gegenteil. Er bleibt auf der Ebene der bekannten Standardsätze. Er erklärt Themen so, dass alles irgendwie stimmt, aber viel zu wenig greifbar wird.
Das Ergebnis: Content, der lesbar ist, aber nicht zitierfähig.
Und für GEO ist Zitierfähigkeit ein entscheidender Punkt. KI-Systeme greifen Inhalte auf, die konkrete Aussagen enthalten. Also Sätze, aus denen sich eine Antwort bauen lässt. Aussagen, die eine Frage präzise beantworten. Abschnitte, die ein Thema nachvollziehbar aufschlüsseln.
Ein Beispiel:
Ein austauschbarer KI-Text für einen Duftkerzenhersteller könnte sein:
„Duftkerzen schaffen eine gemütliche Atmosphäre und eignen sich perfekt, um das Zuhause in eine Wohlfühloase zu verwandeln.“
Das klingt nett und stimmt natürlich auch. Hast du aber wahrscheinlich auch schon auf 437 anderen Websites gelesen.
Stärker wäre eine Einordnung wie:
„Eine Duftkerze verkauft selten nur einen Duft. Sie verkauft einen Moment: ruhige Abende auf dem Sofa, ein aufgeräumtes Gefühl nach einem langen Tag oder ein kleines Ritual vor dem Einschlafen. Deshalb sollte ein Produkttext erklären, wie der Duft wirkt, wozu er passt, welche Duftnoten enthalten sind und für welche Räume oder Situationen er besonders geeignet ist.“
Hier entsteht sofort mehr Inhalt. Der Text bleibt beim Produkt, geht aber näher an die Entscheidung heran. Und deswegen helfen solche Informationen zum einen Menschen beim Kaufen und zum anderen KI-Systemen beim Einordnen.
Woran du KI-Slop auf Unternehmenswebsites erkennst.
KI-Slop erkennt man beim genaueren Lesen. Dann zeigen sich typische Muster:
Der Text bleibt sehr allgemein. Er spricht über Herausforderungen, Chancen, Strategien und Lösungen, aber ohne ein konkretes Szenario zu zeigen.
Es gibt viele richtige Aussagen, aber wenige eigene Beobachtungen. Die Beispiele könnten zu fast jeder Branche passen.
Die Sprache klingt glatt, aber wenig eigenständig. Abschnitte lassen sich leicht austauschen, ohne dass der Text wirklich leidet.
Ein weiteres Signal: Der Text beantwortet Fragen, die niemand in dieser Form stellt.
Bei GEO ist aber genau das ein großes Thema. Gute Inhalte orientieren sich an echten Suchintentionen und konkreten Nutzerfragen. Sie greifen auf, was Menschen wirklich wissen wollen.
KI-Slop dagegen füllt in der Regel nur ein einziges Thema aus.
Und auch typische KI-Formulierungen können ein Hinweis sein. Zum Beispiel Sätze, die sehr stark nach Rudi Ratgeber klingen:
✦ „In der heutigen digitalen Welt …“
✦ „Es ist essenziell wichtig, …“
✦ „Unternehmen stehen vor der Herausforderung …“
✦ „Eine durchdachte Strategie ist entscheidend …“
Solche Formulierungen klingen erst mal professionell und fast schon vertraut. Besonders hilfreich sind sie aber nicht. Oder? Eben.
Warum eigene Erfahrungen für GEO so wertvoll sind.
KI kann hervorragend strukturieren. Und zwar viel besser als so mancher Mensch. Sie kann Themen sortieren, Zusammenfassungen erstellen, Varianten schreiben und aus Daten Muster erkennen.
Die stärksten Inhalte entstehen jedoch, wenn menschliche Erfahrung dazukommt.
Zum Beispiel durch:
✦ ein Kundenbeispiel
✦ eine Beobachtung aus deinem Arbeitsalltag
✦ eine typische Frage aus einem Erstgespräch
✦ eine Entscheidung, die du fachlich begründen kannst
✦ einen Fehler, den du in Projekten immer wieder siehst
✦ eine Einschätzung, die aus der echten Praxis entstanden ist
Diese Elemente machen Inhalte wertvoll. Sie zeigen, dass hinter dem Text ein Mensch steht, der zu dem Thema wirklich etwas zu sagen hat. Sie geben Lesern Orientierung. Und sie helfen KI-Systemen, den Inhalt fachlich besser einzuordnen.
Bei Unternehmenscontent ist das extrem entscheidend. Ja, allgemeine Texte sind mithilfe von KI schnell erzeugt. Sichtbar wird der Inhalt aber vor allem dann, wenn er eine eigene Perspektive zeigt.
✦ Welche Fragen stellen Kunden immer wieder?
✦ Welche Missverständnisse tauchen regelmäßig auf?
✦ Welche Details werden in der Praxis unterschätzt?
✦ Welche Entscheidungshilfen braucht jemand wirklich, bevor er eine Anfrage stellt?
Das sind die Punkte, aus denen guter GEO-Content entsteht.
Wie Unternehmen KI sinnvoll nutzen können.
Um es gleich auf den Punkt zu bringen: KI wird erst dann richtig stark, wenn sie geführt wird.
Die Lösung liegt also ganz sicher nicht darin, KI aus dem Schreibprozess zu verbannen. Im Gegenteil. KI kann beim Aufbau guter Inhalte sehr hilfreich sein. Das sage ich als Werbetexterin aus voller Überzeugung.
Sie kann:
✦ Themen clustern
✦ Fragen sammeln
✦ vorhandene Inhalte auswerten
✦ aus einem Interview erste Strukturen entwickeln
✦ Varianten für Zwischenüberschriften liefern
✦ prüfen, ob ein Text verständlich aufgebaut ist
✦ Lücken sichtbar machen
Aber entscheidend ist, was danach passiert.
Ein gut gemachter KI-gestützter Text braucht eine redaktionelle Führung. Er braucht eine klare Fragestellung, konkrete Informationen, eine fachliche Prüfung und vor allem eine menschliche Stimme.
Die KI kann den Prozess beschleunigen. Keine Frage. Die inhaltliche Verantwortung liegt aber nach wie vor beim Unternehmen oder bei der Person, die den Text entwickelt.
Ein sinnvoller Ablauf sieht aus meiner Sicht so aus:
✦ Zuerst wird das Thema sauber eingegrenzt.
✦ Dann werden echte Fragen gesammelt.
✦ Anschließend kommen eigene Erfahrungen, Beispiele und fachliche Einschätzungen dazu.
✦ Erst danach wird die KI genutzt, um Struktur, Übergänge oder Varianten zu entwickeln.
✦ Zum Schluss wird der Text redaktionell geprüft, geschärft und an die eigene Sprache angepasst.
Simsalabim. So entsteht Content, der KI nutzt, ohne nach KI-Masse zu klingen. Und Inhalt, der für GEO wirklich arbeiten kann.
Warum KI-Slop in der neuen Suche untergeht.
Die neue Suche braucht Inhalte, die wirklich weiterhelfen.
Klassische Suchergebnisse haben lange vor allem Seiten angezeigt. Die neue Suche fasst stärker zusammen, vergleicht, verdichtet und beantwortet.
KI-Systeme ziehen Informationen aus verschiedenen Quellen heran und formen daraus eine Antwort. Dadurch verändert sich die Rolle von Content.
Eine Website muss nach wie vor gefunden werden. Sie muss nun aber auch so gut verstanden werden, dass einzelne Aussagen daraus in eine Antwort passen.
Generische Texte haben, was das angeht, einen schweren Stand. Sie enthalten dafür zu wenig Eigenes, zu wenig Konkretes und zu wenig fachliche Tiefe.
Für Unternehmen bedeutet das: Content muss künftig stärker wie eine gute Quelle gedacht werden.
Eine gute Quelle erklärt Begriffe sauber. Sie beantwortet konkrete Fragen. Sie liefert Beispiele. Sie zeigt Zusammenhänge. Sie benennt typische Fälle. Sie hilft dabei, ein Thema wirklich zu verstehen.
Das Ziel von Unternehmen muss also sein, mit ihren Inhalten als Quelle zitiert zu werden.
Mein Fazit zu KI-Slop und GEO.
KI-Slop zeigt ziemlich deutlich, wohin sich die Content-Welt gerade entwickelt. Einfach ein Thema auswählen, KI starten, Text veröffentlichen und auf Sichtbarkeit hoffen: Das wird für Unternehmen immer seltener aufgehen.
Sichtbarkeit entsteht durch Inhalte, die als Quelle taugen.
KI kann dabei ein wertvolles Werkzeug sein. Sie kann sortieren, vorbereiten, verdichten und beschleunigen. Der entscheidende Unterschied entsteht aber dort, wo Menschen den Inhalt führen.
Denn GEO braucht Inhalte, an denen sich KI-Systeme orientieren können.
Und genau deshalb werden austauschbare KI-Inhalte in der neuen Suche immer weniger überzeugen. Spätestens jetzt solltest du dich also intensiver mit dem Thema GEO beschäftigen. 🚀
4 Möglichkeiten, dich jetzt intensiver mit GEO zu beschäftigen.
GEO-Seminar beim Texterclub.
In meinem Online-Seminar „GEO ist das neue SEO – Texte schreiben, die in Suchmaschinen ranken und in KI-Antworten auftauchen“ zeige ich praxisnah,
✦ wie sich die Anforderungen an Webtexte gerade verändern,
✦ wie KI-Systeme Inhalte verarbeiten und
✦ wie Texte aufgebaut sein müssen, damit sie sichtbar, verständlich und zitierfähig werden.
Mit vielen Vorher-Nachher-Beispielen, konkreten Formulierungen und direkt anwendbaren Strategien.
Hier geht’s zur Seminaranmeldung.
GEO-Buch.
Mein Buch „Texten kann doch jeder. Webtexte schreiben im Zeitalter von KI. Weil Sichtbarkeit keine Glückssache ist“ verbindet SEO, GEO, AEO und moderne Content-Strategien in einer charmanten und direkt umsetzbaren Form.
Dabei geht es darum, wie Inhalte heute für Suchmaschinen, Chatbots, KI-Antworten und neue Suchgewohnheiten vorbereitet werden.
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GEO-Blog.
In meinem GEO-Blog findest du regelmäßig neue Beiträge rund um Sichtbarkeit in Zeiten von KI, moderne Website-Strukturen, verständliche Inhalte und die Frage, warum viele Texte heute zwar gelesen, aber nicht mehr übernommen werden.
Ich zeige dir, wie du SEO-Texte so weiterdenkst, dass daraus GEO-Texte werden: Inhalte, die Google versteht, ChatGPT findet und Menschen wirklich lesen wollen.
Hier geht’s zur Übersicht aller Blogartikel.
GEO-Newsletter.
In meinem Newsletter „GEOlogisch erklärt“ greife ich aktuelle Entwicklungen rund um GEO, KI und moderne Content-Strategien auf und übersetze sie in verständliche Beispiele, konkrete Tipps und direkt anwendbares Wissen.
Hin und wieder ein kleines GEO-Häppchen. Verständlich, charmant und garantiert ohne Buzzword-Burnout.
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Und wenn GEO und du in diesem Leben keine Freunde mehr werdet:
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Die SCHREIBSCHNEIDEREI®
Becky Parsa
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Zertifizierte KI-Prompterin
Ausgebildete PR-Texterin
Nachbemerkung.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Blogartikel die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.

