WIE DU GANZ EINFACH DEN EINSTIEG IN DEINE TEXTE FINDEST

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Wie du ganz easy den Ein­stieg in dei­ne Tex­te findest.

Heu­te ist es mal wie­der so weit. Du fin­dest ein­fach kei­nen Ein­stieg in dei­ne Zei­len. Die ima­gi­nä­re Glüh­bir­ne bleibt aus. Statt­des­sen lässt du dich von Gott und der Welt ablen­ken. Hier eine Benach­rich­ti­gung bei Insta­gram, da eine E-Mail. Ein Gang zum Kühl­schrank macht es bestimmt bes­ser. Nö. Aber der vier­te Kaf­fee ganz bestimmt. Auch nicht.

Du sitzt seit gefühl­ten Ewig­kei­ten vor einem lee­ren Blatt Pa­pier oder vor dem leuch­ten­den Weiß eines Doku­ments auf dei­nem Bildschirm?

Kei­ne Panik! Ich den­ke, ich spre­che für alle Texter:innen, Autor:innen und alle ande­ren krea­ti­ven Köp­fe, wenn ich sage: Das kennt wirk­lich je­der, der schreibt. Ich natür­lich nicht. Spaß.

Wor­te, Wor­te, nichts als Worte.“

(Wil­liam shakespeare)

Texte sind essenziell wichtig

Tex­te beglei­ten uns durch den All­tag. Sie sind all­ge­gen­wär­tig: Mails, Social Media Bei­trä­ge, Webseiten-Texte, Fly­er. Und das sind nur ein paar Beispiele.

Obwohl Tex­te essen­zi­ell wich­tig für das Ange­bot der Leis­tun­gen, der Ser­vices und der Pro­duk­te sind, wird ihnen oft nicht die Auf­merk­sam­keit gewid­met, die sie ver­dient haben. Obwohl sie das Aus­hän­ge­schild eines Unter­neh­mens sind, wer­den sie zur unbe­wuss­ten Selbst­ver­ständ­lich­keit und dadurch oft stief­müt­ter­lich behan­delt. Und dann kom­men eben noch die unkrea­ti­ven Momen­te dazu.

Dabei gilt es nur eini­ge Regeln zu befol­gen, damit ein Text „rund“ wird und kei­ne Fra­gen bei den Leser:innen offenlässt.

Der Einstieg in einen Text

Wich­tig ist, sich selbst nicht unter Druck zu set­zen. Der Text muss gar nicht gleich auf Anhieb die Per­fek­ti­on in Buch­sta­ben sein. Viel wich­ti­ger ist, dass es „flutscht“. Lass dei­nen Gedan­ken und dei­ner Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf. Schreib im ers­ten Rutsch alles zusam­men - ohne über Satz­bau, Gram­ma­tik, Recht­schreib­feh­ler, Logik etc. nach­zu­den­ken. Schreib dir ein­fach alles von der See­le. Wenn dir hier und da mal ein Wort fehlt, lass an die­ser Stel­le Platz bzw. kenn­zeich­ne dir die Stel­le farb­lich oder mit einem „x“. Das Fein­tu­ning kommt erst später.

“Gute Wor­te sind ein guter Anfang.”

(Georg-Wilhelm Exler)

Was der Einstieg in einen Text können muss

Das Wich­tigs­te für einen gelun­ge­nen Text ist der Ein­stieg. Der ers­te Satz muss sit­zen. Die Leser:innen müs­sen sich sofort ange­spro­chen füh­len. Der Text soll Lust machen, wei­ter­zu­le­sen. Sie müs­sen sich den­ken: „Jap, genau was für mich.“ Der Ein­stieg soll zudem schon mal klar­ma­chen, wo die Rei­se mit dem Bei­trag hin­geht. Der Geschich­te mit dem Anfang und dem Ende eine Klam­mer um den Text zu legen, ist eine schö­ne Mög­lich­keit, die Leser:innen gleich abzu­ho­len. Zu Beginn qua­si unmiss­ver­ständ­lich mit der Türe ins Haus fal­len und am Ende noch­mals kurz auf das Ein­gangs­the­ma zurück­kom­men. Der wei­te­re Text muss natür­lich un­ter­hal­tend sein und einen Mehr­wert bie­ten - aber der Anfang ist dann schon mal gemacht. 

Puh. Ganz schön viel? Nein, echt nicht. Das sieht erst mal nur so aus. Ver­trau mir.

Möglichkeiten des Einstiegs in einen Text

Wenn das The­ma klar ist und das ers­te „Grund­ge­rüst“ steht, gilt es dir bewusst zu wer­den, wel­che Form von Ein­stieg du wäh­len möch­test. Es gibt drei Möglichkeiten:

1. Der direkte Einstieg

Den effek­tivs­ten Ein­stieg schaffst du mit dem direk­ten Weg. Mit­ten rein ins Ver­gnü­gen. Den Text gleich auf die Kern­aus­sa­ge fokus­sie­ren. Auf den Punkt brin­gen. Kur­ze, kna­cki­ge Aus­sa­gen treffen.

Ide­al sind die­se direk­ten Ein­stie­ge für nahe­zu alle Me­di­en: Web-Texte, Blog­bei­trä­ge, Social Media Posts.

2. Der sze­nische Einstieg

Den krea­tivs­ten Ein­stieg schaffst du, indem du die Emo­tio­nen der Leser:innen ansprichst. Die Leser:innen müs­sen sich beim Lesen des Tex­tes ange­spro­chen füh­len. Sie müs­sen sich in den beschrie­be­nen Zei­len wie­der­fin­den. Ihre Auf­merk­sam­keit muss gewon­nen wer­den. Beschrie­ben wer­den Sze­nen - ger­ne auch per­sön­li­che Erfah­run­gen, von denen berich­tet wird.

Ide­al sind die­se sze­ni­schen Ein­stie­ge für Bel­le­tris­tik-Au­to­r:innen, Ma­ga­zin-Jour­na­lis­t:innen, aber auch Blog­ger:innen und Web-Tex­ter:innen.

3. Die direkte Ansprache

Den legers­ten Ein­stieg schaffst du, indem du die Leser:innen direkt ansprichst. So, als ob du nicht schrei­ben, son­dern mit ihnen spre­chen wür­dest. Genau, wie ich es zu Beginn mei­nes Tex­tes auch getan habe.

Ide­al ist die direk­te Anspra­che als Ein­stieg für Maga­zi­ne oder Blogs. Die sa­lop­pe Form sagt nicht jedem zu. Aber ich bin mir sicher: Du kannst das ab!

Rich­tig. Der sze­ni­sche Ein­stieg ähnelt dem Ein­stieg mit der direk­ten Anspra­che. Der Un­ter­schied aber ist: Beim sze­ni­schen Ein­stieg ist der:die Texter:in der:die Beobachter:in. Bei der direk­ten Anspra­che schreibt er:sie mit sub­jek­ti­vem Emp­fin­den. Die­se Schreib­wei­se sug­ge­riert den Leser:innen, dass sich der:die Texter:in abso­lut mit dem The­ma iden­ti­fi­zie­ren kann. Sie sind qua­si Leidensgenossen.

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5 Quicktipps für gute Texte

1. Message

Lege bereits zu Beginn fest, wel­che Kern­aus­sa­ge der Text haben soll und wel­che Mes­sa­ge die Leser:innen errei­chen soll.

2. Kurz und knackig

Kur­ze und ver­ständ­li­che Sät­ze lesen sich viel ange­neh­mer als lan­ge ver­schach­tel­te Sät­ze. For­mu­lie­re Aus­sa­gen lie­ber kurz und kna­ckig, anstatt um den hei­ßen Brei zu reden.

3. Absätze

Tei­le lan­ge Tex­te unbe­dingt in Absät­ze auf, damit der Text die Leser:innen nicht erschlägt. Absät­ze struk­tu­rie­ren Gedan­ken, schaf­fen Klar­heit und sor­gen für gedank­li­che Pausen.

4. “Normales Deutsch”

Schrei­be, wie du sprichst. Zähes und stau­bi­ges Behör­den­deutsch möch­te kei­ner lesen. Wort­spie­le und Meta­phern regen an und wecken Interesse.

5. Fachchinesisch vermeiden

Fach­be­grif­fe zu ver­wen­den ist natür­lich in Ord­nung. Nicht alle Leser:innen kön­nen jedoch mit jedem Fremd­wort auf Anhieb etwas anfan­gen. Daher soll­test du sie eher spar­sam ver­wen­den und nur gezielt ein­set­zen, wenn sie ent­we­der geläu­fig sind oder sie im Anschluss erklärt werden.

FAZIT

Wenn dir mal die Wor­te feh­len, ist das gar nicht schlimm. Der ers­te Ent­wurf dei­nes Tex­tes muss nicht gleich einen Nobel­preis ver­die­nen. Durch­at­men. Drauf­los schrei­ben. Spä­ter in Form brin­gen. Und wenn es an einem Tag par­tout nichts wer­den möch­te, ist es ein­fach nicht der rich­ti­ge Tag fürs Texten.

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